Johann Foßelteder

Die Ortschaft Eitzenberg (Eiznberi) 488 m ü.A. liegt im südlichen Gemeindegebiet an der Grenze zur Nachbargemeinde Gaspoltshofen und besteht aus sieben Häusern: Obermoar, Kinimoar, Mittermoar, Hillimoar, Aigner, Baun und Ofnluaga. Letztere gehörten einmal zusammen.

Eitzenberg bildet die Wasserscheide zwischen Trattnach und Innbach. Im Osten Richtung Stüblreith schließt ein großer zusammenhängender Wald, die sogenannten Heigraben, an.

Der Name Eitzenberg geht auf einen alt-
hochdeutschen Personennamen „Itzo“ zurück. Bereits 1164 ist die Ortschaft in einer lateinisch verfassten Urkunde erwähnt: „curtem unam ad Dreatenha … iuxta Izinberec“ (ein Hof an der Trattnach in der Nähe von Eitzenberg).

In der Römerzeit soll ein Wachturm auf dem Eitzenberg gestanden haben, bei Grabungen war man angeblich auf Mauer-
reste gestoßen. Der Eitzenberg liegt um 47m höher als Weibern, somit konnte man die weite Umgebung sehr gut im Auge behalten.

Ältere Urkunden besagen, dass in Eitzenberg auch Weinbau betrieben wurde. Aus einer Urkunde geht hervor, dass der Mayer-
hof zu Eitzenberg bereits im 11. Jhdt. zu Weinfuhren für das Benediktinerinnenkloster Traunkirchen verpflichtet war.

Die Ortschaft besteht überwiegend aus bäuerlicher Bevölkerung. In den strengen, schneereichen 50er- und 60er Jahren war Eitzenberg des Öfteren eingeschlossen, da die Schneepflüge nicht mehr durchkamen. So beschränkte sich die tägliche Arbeit auf die Stallarbeit („Griff“), Freischaufeln der Wege zum Milchbankerl, zur Holz-
hütte und zum Plumpsklo („Häusl“) da dies meist außerhalb der Hofstätte stand.

Die Eitzenberger waren immer schon sehr lustig und gesellig, so verging keine
Schweineschlachtung, ohne dass der Sau-
schädel gestohlen wurde. Dabei halfen
alle zusammen, um an diesen zu kommen. Er wurde beim Wirt in der Schwarzgrub bei einem fröhlichen Fest verzehrt.

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