Gabi Buttinger

Pesendorf ist in einem Urbar der Herrschaft Starhemberg 1449 erstmals als Pösendorf bezeugt. Das Eigenschaftswort „poese“ bedeutet im Mittelhochdeutschen auch „klein“, was sich einst auf die geringe Anzahl der Häuser in dieser Ortschaft bezog. Durch die 1962 durchgeführte Namensänderung der Ortschaft „Pledi“ in Pesendorf hat sich die Anzahl der Häuser deutlich erhöht.

Der Namen der Ortschaft Pledi war früher „Plettich“, was darauf verweist, dass die Gegend mit großblättrigen Pflanzen bewachsen war. Das Lehenbuch des Königs Ladislaus Postumus berichtet, dass 1455 das „Gut zu Pletich in Weywarer Pfarre gelegen“ an einen Wolfgang Perhaimer als Lehen gegeben wurde. Im Grundbuch der Grafschaft Wels wird die Siedlung 1794 noch „Plettich“ genannt. Erst im Grundbuch von 1850 scheint der verkürzte Name „Pledi“ auf.

Im Jahr 1962 beklagte ein Gewerbetreibender dieser Ortschaft in einem
Schreiben an das Gemeindeamt, dass die Bewohner bei der Nennung ihres Wohnortes erleben mussten, dass der Name „Pledi“ Anlass zur Bespöttelung gab. Daher bat er im Namen der Bewohner der Ortschaft den Gemeindeausschuss um eine Änderung des Ortschaftsnamens in Pesendorf. Diesem Antrag wurde im Juli 1962 stattgegeben. Der ursprüngliche
Namen „Pledi“ ist jedoch vielen Einheimischen noch bekannt.

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