Franz Stockinger

Stüblreith liegt am südöstlichen Rand von Weibern, angrenzend an Gaspoltshofen und Aistersheim. Der Ortsname geht auf eine Rodung zurück, in der sich möglicherweise eine kleine Unterkunft für Holzknechte befand, die man als „Stübl“ (= kleine Stube) bezeichnete.

Zu der landwirtschaftlich geprägten Ortschaft zählen heute sieben Häuser, fünf davon sind Bauernhöfe. Früher gehörten auch noch der „Hagraber“ und der „Baun Reisinger“ zu Stüblreith.

Anfang des 20. Jahrhunderts war Stüblreith ein Dorf mit baufälligen alten Häusern, nassen Wiesen und schlecht zu bewirtschaftenden Leiten. In dieser Zeit wechselten auch die meisten Häuser ihre Besitzer. Einzig das „Simaten Haus“ ist ein Erbhof und dürfte seit 1340 in Familienbesitz sein.

Erst mit der Errichtung des Güterweg
Aspoltsberg Ende der 1930er Jahre bekam Stüblreith eine brauchbare Verkehrs-
anbindung Richtung Gaspoltshofen.
Mit der Grundzusammenlegung und aufwändigen Planier- und Drainagierarbeiten im Jahr 1969 wurde in Stüblreith der Grundstein für die heutige moderne Landwirtschaft gelegt.

Hinter den Häusern vom „Wimmer“, „Obermoa“ und „Stömer“ verlief früher ein kleiner Bach. Dieser wurde verrohrt und verläuft nun unterirdisch unter den neuen Maschinenhallen. Somit wurde auch dieser Bereich nutzbar gemacht.

Es stammt auch so manche bekannte Persönlichkeit aus Stüblreith ab. So haben zum Beispiel Wirkl. Hofrat Prim. Dr. Matthäus Pointner (er war in den Nachkriegsjahren Direktor des ehemaligen Wagner-Jauregg Krankenhauses) und Johann Götzendorfer (Zimmerei in Weibern) am „Weber Haus“ ihre Wurzeln. Götzendorfer betrieb in Stüblreith bereits eine Zimmerei, als Abbundplatz diente die Bachwiese.

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