Ing. Gerhard Bruckmüller

Zum Schutze des Trattnachtals vor Hochwässern wurde, aufbauend auf ein Konzept des Weiberner Systemplaners Ing. Karl Malzer, das Projekt Rückhaltebecken Leithen für den zu diesem Zwecke gegründeten Wasserverband „Trattnachspeicher Leithen“ geplant. Gründungsobmann dieses Verbandes, dem die Gemeinden Weibern, Hofkirchen/Tr., Geboltskirchen und Haag/H. angehören, war Bürgermeister Ing. Horst Müller.

Als Standort für den Damm des Rückhaltebeckens wurde die Mühle in Hinterleithen, deren Existenz schon seit 1673 nachgewiesen ist, gewählt. Die Trattnach hat hier ein Einzugsgebiet von knapp 20 km². In den Jahren 1978 bis 1986 wurde von der Flussbauleitung Grieskirchen (heute Gewässerbezirk) ein Erddamm mit einer Länge von 270 m, einer Höhe von 8 m und einer Kubatur von 100.000 m³ errichtet. Die Baukosten betrugen 4.300.000 €.

Bei einem 100-jährlichen Berechnungshochwasser beträgt der Zulauf 45 m³/s und es wird der Abfluss aus dem Rückhaltebecken durch das Drosselbauwerk mit einer fixen Durchflussöffnung auf 5,0 m³/s reduziert. Auf einer Fläche von rund 13,8 ha werden 550.000 m³ Wasser zurückgehalten.

Bei Vollfüllung des Beckens, wie am 12. August 2002, kann der Damm kontrolliert über eine 40 m breite Sektion aus 1.689 Pyramiden-Steinen überströmt werden. Im Rückstaubereich wurde von Seiten des Freizeitverbandes (Gemeinden Geboltskirchen, Weibern, Hofkirchen/T.) ein Badesee mit einer Fläche von 2,8 ha und einer maximalen Tiefe von 4,3 m errichtet. Die Speisung erfolgt über eine Zulaufleitung vom Holzbach.

Frau Maria Anna Berger, Müllnerin z’Hinterleithen, initiierte im Zuge der Errichtung des Rückhaltebeckens den Bau einer Kapelle, in der sich nunmehr die restaurierte Statue des Hl. Johannes Nepomuk, die noch vor hundert Jahren auf dem Dorfbrunnen vor dem Weiberner Pfarrhof stand, befindet.

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