Christine Hatzmann

Grolzham ist die westlichste Ortschaft der Gemeinde Weibern und liegt im „Drei-Gemeinden-Eck“ Weibern – Haag am Hausruck – Geboltskirchen. Grolzham ist eine große Ortschaft mit 130 Einwohnern und 37 Häusern.

Die alte Römerstraße von Tergolape (Schwanenstadt) nach Boiodurum (Passau) führte am Ostrand des heutigen Grolzham vorbei. Dort durfte auch das erste Haus bei der Besiedlung durch die Bajuwaren gestanden haben. Die erste urkundliche Erwähnung stammte aus dem Jahre 1394 unter den Namen Grabolczheim.

Grolzham war Jahrhunderte lang ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Heute betreibt nur mehr der Hagleitner die Milchwirtschaft. Grolzham hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Bauerndorf zum Wohnort gewandelt.

Grolzham liegt näher bei Haag als bei Weibern. Die Landstraße trägt auch noch dazu bei, dass Haag schneller zu erreichen ist. Somit ist es verständlich, dass die Grolzhamer mehr nach Haag ausgerichtet sind. Roithinger Alois hat das sehr treffend in einem Mundartgedicht zusammengefasst.

Die Grolzhamer sind bekannt für ihre Gemeinschaftsprojekte. Bei der gemeinsam errichteten Marienkapelle wird im Sommer der Kapellenfrühschoppen abgehalten. Die Maiandacht und das Weihnachtsblasen sind seit Jahren traditionelle Veranstaltungen.

Grolzham besitzt eine dorfeigene Kläranlage, ebenfalls erbaut von der Dorfgemeinschaft.

Mit einer großen Feier beim Hagleitner wurde das Dorfbuch, eine Chronik über Grolzham präsentiert.

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